Glonass

GPS-Alternative: Russland schickt drei Satelliten ins All

Wenn das Navigationsgerät im Auto den Weg weist, verlässt es sich derzeit auf die Standortbestimmung durch US-Satelliten. Bis 2012 soll es die europäische Alternative Galileo geben. Bereits am Dienstag hat Russland drei Satelliten für das eigene Navigationssystem Glonass ins All geschossen.

Die Satelliten befanden sich an Bord einer Proton-Trägerrakete, die vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abhob. Erstmals wird das komplette russische Gebiet abgedeckt. Bis 2009 sollen sich dann insgesamt 24 Satelliten im Orbit befinden, die weltweit den aktuellen Standort bestimmen können.

Der lange Arm des Militärs

Glonass ist wie die amerikanische GPS-Variante ursprünglich ein militärisches Projekt und geht noch auf die Zeit der Sowjetunion zurück. Jedoch soll es auch zu zivilen Zwecken genutzt werden. Erste Empfänger für den privaten Gebrauch kommen gerade auf den Markt. Russland konnte auch Indien als Partner gewinnen.

Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Genauigkeit der Standortbestimmung stark abnimmt, wenn dies aus militärischen oder politischen Gründen gewollt ist. Während des Irakkriegs hat die USA genau dies mit dem eigenen System GPS gemacht. Das europäische Galileo soll dagegen keinem Vorbehalt unterliegen.

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29. December 2007 | 13:23 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Glonass, Russland, GPS, Navigation, Standort, Satellit


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