Cloud 2.0

Die Idee hinter Palm webOS

Hotsync hätten die PDAs von Palm eigentlich heißen müssen, als sie noch keine Treos und Centros waren und keine Verbindung zum Internet herstellen konnten.

Damals wurde ein Palm-PDA per Kabel an den Computer angeschlossen. Den Rest erledigte Hotsync. Auf Knopfdruck wurden Daten synchronisiert, Programme installiert und Webseiten zum Offline-Lesen auf den PDA übertragen.

Palm webOS liest die Kontaktdaten verschiedener Webdienste ein
Palm webOS liest die Kontaktdaten verschiedener Webdienste ein
Die Welt ist seitdem auf den Kopf gestellt worden. Palm-Chef Ed Colligan stellte deshalb gestern bei der Präsentation des neuen Betriebssystems Palm webOS fest: "Heutzutage liegen unsere Daten im Internet". Da hat jemand das Cloud-Computing entdeckt.

Cloud 2.0 auf dem Palm Pre

Die Zeit des Synchronisierens ist jetzt auch für Palm vorbei. Nicht nur mit dem Desktoprechner, was bereits Google und Apple obsolet gemacht haben. Denn Palm geht einen Schritt weiter und versucht die Daten nicht mehr auf nur einem Server zu halten.

Vielleicht wird es irgendwann auch ein Gmail, MobileMe oder Ovi von Palm geben. Die Funktion Palm Synergy sucht sich aber erst einmal alle Daten im Internet zusammen und aggregiert diese. Wenn Google und Apple das Cloud-Computing erfunden haben, dann versucht sich Palm hier an der Cloud 2.0.

Die richtige Karte gezogen

Mit webOS hat Palm auch gleich die Steuerung einer Oberfläche mit dem Finger weiterentwickelt. Statt die Symbole auf einem Desktop anzuordnen, werden nun Anwendungen, Kontakte und Konversationen in einem Stapel abgelegt - wie bei einem Kartenspiel.

Ob sich damit schneller und intuitiver Navigieren lässt, wird erst die Praxis zeigen. Da Palm aber eine jahrelange Erfahrung mit der Gestaltung von Inhalten auf kleinen Bildschirmen hat, darf man das Beste hoffen.


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9. January 2009 | 19:41 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Cloud 2.0, Palm webOS, Palm, Palm Pre, Palm Synergy, Hotsync, Synchronisation, Cloud-Computing, MobileMe, Google, CES 2009


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