Street View

Diese Daten sammelt Google

Schon seit einiger Zeit fahren die Google-Autos durch Deutschland. Das führte zu einigen Diskussionen - vor allem aber über das, was man sieht: die Autos und Street View, deren Bilder mithilfe der Autos gemacht werden. Google sammelt aber noch mehr Daten.

In der letzten Woche wurde bekannt, dass Google auch WLAN-Netze kartografiert. Datenschützer kritisierten dies prompt. Dabei war längst bekannt, dass Google eine solche Datenbank unterhält. Neu war lediglich, dass die Google-Autos auch über eine WLAN-Antenne verfügen.


Google verrät, welche Daten das Google-Auto sammelt
Google verrät, welche Daten das Google-Auto sammelt

Google hat nun in seinem European Public Policy Blog dazu Stellung genommen - auch in Hinblick auf die Diskussion in Deutschland. Demnach werden drei Arten von Daten erhoben: Photos für Street View, Umrisse der Häuser für 3D-Karten und die Standorte von WLAN-Netzwerken.

My Location: In der Reichweite dieser WLAN-Netze

Von den WLAN-Netzen werden der Netzwerk-Name, die MAC-Adresse sowie der Standort gespeichert. Diese Daten werden aber keinen Personen zugeordnet. Verwendet werden diese Daten für die Funktion "My Location".

Wenn ein GPS-Signal vorliegt, nutzt Google dieses, um den Standort auf wenige Meter genau zu bestimmen. Wenn das Gerät aber keinen GPS-Empfänger hat oder keine Sichtverbindung zum Satelliten besteht, greift Google auf die umliegenden WLAN-Signale zurück.

Aus den empfangenen Signalen berechnet Google dann per Triangulation den ungefähren Standort auf 80-90 Meter genau. Erst wenn das nicht möglich ist, schaut Google, in welcher Mobilfunkzelle das Handy eingebucht ist. Hier kann der Standort nur auf 1.000 bis 3.000 Meter bestimmt werden.

Google ist nicht allein

Dritte erhalten, so Google, keinen Zugriff auf die WLAN-Daten, sondern lediglich den aktuellen Standort über "My Location". Google räumt auch ein, dass mehr Transparenz im Bezug auf die Google-Autos besser gewesen wäre.

Google betont, dass nur Daten erhoben werden, die auch andere Unternehmen zuvor schon auf ähnliche Weise gesammelt haben. Fotos von Häuserfronten sowie 3D-Ansichten seien bereits von TeleAtlas und NavTeq angefertigt worden. Diese werden unter anderem bei Bing Maps eingebunden.

Google nutzt die Bilder auch, um mit den Informationen darauf Google Maps zu verbessern - zum Beispiel die Lage von Geschäften.

Datenbanken mit Standorten von WLAN-Netzen seien auch von der Fraunhofer Gesellschaft und von Skyhook angelegt worden.


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29. April 2010 | 14:12 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Street View, Google, Google-Auto, WLAN-Netz, WLAN-Standort, MAC-Adresse, SSID, Netzwerk-Name, kartografieren


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