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SMS: Mobilfunker gegen Preissenkungen

Der EU-Kommissarin Viviane Reding sind die Preise zu hoch, wenn man in einem anderen Land der EU telefoniert, eine SMS verschickt oder online geht. Morgen stimmt das EU-Parlament über Preisvorgaben ab. Die Mobilfunker wehren sich.

Stellvertretend für die einzelnen Netzbetreiber meldet sich der Branchenverband Bitkom heute zu Wort. Er kritisiert nicht nur die Preisgrenzen, sondern sieht auch noch einen Eingriff in Netzausbau und Netzqualität.

Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer
Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer
Den EU-Plänen zufolge darf eine SMS, die von einem anderen EU-Land aus verschickt wird, höchstens 13 Cent kosten. In vielen Tarifen ist eine Kurznachricht aber teurer, wenn sie bloß innerhalb von Deutschland versendet wird.

Sprachtarife ebenfalls in der Kritik

"Damit werden den Unternehmen Mittel entzogen, die anschließend für Investitionen in Netzausbau und -qualität fehlen", schließt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Bitkom kritisiert auch die Absicht, die bereits beschlossenen Preisobergrenzen für Handy-Gespräche im Ausland weiter zu senken. Über diese Pläne wird ebenfalls im Europäischen Parlament abgestimmt.

"Den 2007 gefundenen Konsens zu Handytarifen sollte die EU nicht einfach aufkündigen", so Scheer. Derzeit dürfen abgehende Gespräche im Ausland bis zu 55 Ct/min kosten, ankommende Telefonate maximal 26 Ct/min.

Bereits fest vorgesehen ist eine weitere Senkung auf 51 und 23 Ct/min im August 2009.


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21. April 2009 | 15:35 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Bitkom, Europäische Union, Viviane Reding, Branchenverband, EU-Parlament, Preissenkung, Preisobergrenze, Preislimit, Roaming, SMS


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