Mehr Bandbreite mit HSDPA und WLAN

Laptopnutzer haben andere Bedürfnisse als Smartphonebesitzer, sie wünschen sich höhere Bandbreiten, schließlich müssen sie einen viel größeren Bildschirm füllen. Die UMTS-Verbesserungen HSDPA und HSUPA richten sich deshalb auch in erster Linie an sie. Und wenn ein WLAN-Hotspot in Reichweite ist, wird sogar dieser zur ersten Wahl.

Das ab 2006 eingeführte HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) erhöht die Bandbreite beim Download auf bis zu 1,8 Mbit/s, ab 2007 sollen sogar bis zu 3,6 Mbit/s und in einer dritten Ausbaustufe bis zu 7,2 Bit/s erreicht werden. Die Technik für den erhöhten Upload kommt erst später, HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) soll dann 1,4 Mbit/s bringen, später dann erst 2,0 und noch später sogar 5,8 Mbit/s. Und es werden wieder einmal die großen Anbieter T-Mobile und Vodafone sein, die diese neuen Techniken zuerst und weiträumiger einführen werden, ähnlich wie beim UMTS-Ausbau.

 

Stromhungriges HSDPA

 

Das Smartphone bei HSDPA-Verbindungen als Modem für das Laptop einzusetzen, ist zwar möglich, geht aber zu Lasten des Akkus. Dies empfiehlt sich daher nur für Gelegenheitsnutzer oder in der Nähe einer Steckdose. Außerdem sollte man Bluetooth 2.0 nutzen, da Bluetooth bis zur Version 1.2 nur bis 723 kbit/s schafft. Noch besser ist es natürlich, Smartphone und Laptop per Kabel zu verbinden.


Viele Geräte werden neben UMTS- auch WLAN-fähig sein. So kann es passieren, dass das UMTS-Handy im Schatten eines Hochhauses ohne UMTS-Empfang ist und auf GPRS zurückschaltet, beim Betreten des Gebäudes sich aber in den WLAN-Hotspot einloggt. Das Smartphone wird in Zukunft selbst zur besten Funkverbindung wechseln, ohne dass der Nutzer davon etwas mitbekommt und ohne dass die Verbindung abbricht.

Als Faustregel gilt: In den Städten und Ballungszentrum werden in der Regel mehr Kapazitäten zur Verfügung stehen als auf dem Land. Anspruch auf ausreichend Bandbreite, auf UMTS oder gar HSDPA hat man nicht. Will man sich ein neues Gerät anschaffen, sollte man sich dieses leihen und die SIM-Karte seines Netzbetreibers einlegen. Auf dieses Weise testet man selbst, ob es in einer Gegend, in einem Haus oder im Zug eine gute Funkverbindung gibt und wie gut die Datenraten tatsächlich sind.


Kommentare

#1

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Ziarre | 23.03.2015 | 08:07 Uhr

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