Sicherheit
MobileSitter: Eine Falle für Passwort-Diebe
Was man will: seine Passwörter immer dabei haben. Was man nicht will: dass beim Handy-Diebstahl die Passwörter in fremde Hände gelangen. Also verschlüsselt man die Passwörter auf dem Handy. Der MobileSitter erledigt dies sicher und hat für Diebe auch noch eine Falle eingebaut.
Das Programm MobileSitter läuft auf den meisten javafähigen Handys und wurde vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informations-Technologie (SIT) entwickelt. Die Passwörter werden auf dem Gerät verschlüsselt abgelegt. Dabei kommen die Standards AES 128, PKCS#5 und ISO/IEC 9797-1 zum Einsatz. Zugang erhält man über die Eingabe eines Masterpasswortes.
Erscheint das richtige Bild?Im Fall eines Diebstahls wird auch der Dieb ein x-beliebiges Masterpasswort eingeben. Zu seiner Überraschung erhält er dann auch ein scheinbares Passwort. Dieses hat MobileSitter aber nur nach dem Vorbild des Original-Passwortes erfunden. Wer so die PIN am Bankautomaten dreimal falsch eingibt, hat gleich die EC-Karte gesperrt.
Zusätzliche Sicherheit
Für den eigentlichen Besitzer ist dies ein weiterer Schutz. Doch wie erkennt er selbst, ob er das richtige Masterpasswort eingegeben hat? Schließlich kann auch er sich vertippen. Ganz einfach: Jedes Mal, wenn MobileSitter ein Passwort freigibt, wird ein Bild angezeigt. Wenn das richtige erscheint, erkennt es der Handy-Besitzer. Der Dieb hat keine Möglichkeit, dies zu überprüfen.
MobileSitter kostet 9,90 Euro und läuft ein Jahr lang. Dann muss eine neue Lizenz erworben werden. Später soll es auch eine Software für den Computer geben. Die Passwort-Speicher auf Computer und Handy lassen sich dann synchronisieren.
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