MIM
TNS-Studie: MIM könnte SMS ersetzen
Wer auf einmal auf den Geschmack gekommen ist, mit dem Handy Instant Messages zu verschicken, bleibt in der Regel auch dabei und nutzt SMS und E-Mails weniger. Zu diesem Schluss kommt die Studie TNS Global Telecoms Insight (GTI), für die 17.000 Menschen in 30 Ländern befragt wurden.
Ein beliebter Multi-Messenger ist FringBeim Mobile Instant Messaging (MIM) können die selben Chat-Netzwerke genutzt werden wie am heimischen Rechner. Für ICQ, AIM, MSN und Skype gibt es Programme für jedes Handy-Betriebssystem. Am besten nutzt man auf dem Handy einen Multi-Messenger, der Verbindung zu mehreren Chat-Netzwerken aufnehmen kann.
61 Prozent der MIM-Nutzer verschicken laut TNS auf diesem Weg täglich Nachrichten. Der Anteil der MIM an allen Text-Nachrichten beträgt dann 36 Prozent. Der Anteil der SMS sinkt von 38 auf 23 Prozent. Das dürfte jedoch den Netzbetreibern ein Dorn im Auge sein. Eine MIM zu verschicken, kostet nur den Bruchteil eines Cents - abhängig vom Datentarif.
Lieber zum Handy greifen als zur Computer-Tastatur
Auf den ersten Blick erstaunlich ist ein weiteres Ergebnis. Wer mit dem Handy Instant Messages verschickt, scheint auch am Computer weniger E-Mails zu schreiben. Statt 31 Prozent bisher sind dort nur noch 21 Prozent aller verschickten Nachrichten E-Mails. TNS nennt aber nicht die absolute Zahl der Nachrichten. Vermutlich werden auch nicht weniger E-Mails verschickt. Wer chattet, schreibt insgesamt mehr.
Auch wenn andere Kommunikationsformen nicht verdrängt werden, könnte TNS mit seiner These dennoch recht haben. Einige Besitzer eines Smartphones, insbesondere eines iPhones sind schon dazu übergegangen, E-Mails fast nur noch auf dem mobilen Gerät zu bearbeiten. Die Nutzung von E-Mails hat sich durch mobile Geräte bereits geändert.
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