GPS
Zweiter Galileo-Satellit im All
Europa baut an einer Alternative zum amerikanischen Global Positioning System (GPS). Mit dem Giove-B ist nun ein zweiter Test-Satellit des europäischen Systems Galileo ins All geschossen worden. Der Satellit startete mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan und hat seine Umlaufbahn in 23.000 Kilometer Höhe erreicht.
Nicht sehr groß: Giove-BGiove-B hat einen Generator für Navigationssignale und eine Atomuhr an Bord. Der Test-Satellit wird auch die Galileo-Umlaufbahnen vermessen. Bis 2013 sollen sich 30 Satelliten im All befinden. Drei davon werden Ersatz-Satelliten sein.
Bis zu vier Meter genau
Galileo wird die aktuelle Positon auf bis zu vier Meter genau bestimmen können und als Konkurrenz zum amerikanischen GPS-System gebaut. Dieses ist zwar frei nutzbar, in einigen Konfliktgebieten hat das US-Militär aber bereits die Genauigkeit der Standortbestimmung für die zivile Nutzung heruntergesetzt.
Galileo soll die Unabhängigkeit Europas in der Satelliten-Navigation sichern. Russland arbeitet mit Glonass an einem ähnlichen System. China plant Compass.
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