Fußball
Kostenlos: Handy-TV zur Fußball-EM
Nachdem das Konsortium Mobile 3.0 in einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag erhalten hat, die Fußball-EM auf das Handy zu bringen, unterlaufen T-Mobile und Vodafone nun dieses Angebot. Ab Mai bieten sie Handys mit DVB-T an, über die sich ARD und ZDF frei empfangen lassen. Beide Sender übertragen die Europameisterschaft. Die Netzbetreiber wollen keine zusätzlichen Gebühren erheben.
Unterwegs Fernsehen schauen mit DVB-TIm Angebot werden die beiden Geräte LG HB630-T und Gigabyte Gsmart T600 sein, die etwas mehr als hundert Euro kosten werden. T-Mobile und Vodafone verdienen ihr Geld mit den Mobilfunkverträgen.
Die Netzbetreiber nutzen eine bestehende Technik. DVB-T löst das analoge Fernsehen ab, das über die Zimmerantenne jahrzehntelanger Standard in deutschen Haushalten war. Die Netzabdeckung ist noch nicht hundertprozentig. In einigen Regionen lassen sich auch nur öffentlich-rechtliche Programme darüber empfangen. Zum Verfolgen der Fußball-EM reicht dies aber aus.
Ein Handy ist kein Breitbild-Fernseher
DVB-T ist allerdings für den stationären Betrieb entwickelt worden und benötigt in der Regel einen Stromanschluss für den Decoder. Das Konsortium Mobile 3.0 nutzt dagegen die Technik DVB-H, die auch im Auto funktionieren soll und weniger Energie benötigt. Der Dienst von Mobile 3.0 wird allerdings kostenpflichtig sein.
Das normale Fernsehbild auf einem kleinen Handydisplay wird jedoch nicht immer Freude bereiten. Nachdem die Fernseher in den Wohnzimmern immer größer werden, hat sich auch die Auswahl der Bilder geändert. Häufiger werden große Teile des Spielfeldes gezeigt, sodass auf einem Handydisplay die Spieler zu wenigen Pixeln schrumpfen. Mobile 3.0 und DVB-H können hier mit besser geschnittenen Bildern kontern.
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