Freenet
Freenet setzt auf Debitel, mobiles Internet und Handy-TV
Das Manager Magazin berichtet vorab online, dass Freenet den Mobilfunk Service Provider Debitel übernehmen könnte. Einig geworden sei sich Freenet bereits mit dem Investmentfond Permira, dem Debitel gehört. Verhandelt würde noch über die Finanzierung. Freenet hat mittlerweile bestätigt, dass es Verhandlungen mit Permira gibt.
Dem Bericht zufolge beabsichtigt Freenet, sich vom eigenen DSL-Geschäft trennen. Mit der 1&1-Mutter United Internet und mit Telefónica gäbe es auch bereits zwei Interessenten. In der Vergangenheit war dies aber stets am Preis gescheitert.
Die Service Provider haben es schwerer als noch zu Zeiten, als es nur darum ging, neue Kunden zu gewinnen. Einerseits sind die Netzbetreiber stärker geworden. Sie bieten neu entwickelte Dienste zu einem Preis an, der den Service Providern zu hoch ist. Andererseits gewinnen die Mobilfunk-Discounter viele Kunden mit Dumpingpreisen, die sich rechnen, weil sie unter anderem kein teures Filialnetz betreiben wie die Service Provider.
Neue Märkte erschließen: Handy-TV und mobiles Internet
Schon länger steht deshalb eine Marktbereinigung an. Bislang war Drillisch der Antreiber, der mehrere Service Provider vereinen und auch Freenet übernehmen wollte. Freenets Übernahme von Debitel ist daher auch ein Schutz davor, selbst übernommen zu werden.
Freenet möchte in Zukunft laut Manager Magazin auf das mobiles Internet und auf Handy-TV setzen, um sich damit gegenüber den Netzbetreibern zu behaupten. Beide Märkte sind noch nicht weit erschlossen. Unklar ist jedoch, wie sich der Markt für Handy-TV entwickeln wird. Auch wird es nicht leicht sein, die eigenen Kunden dazu zu bewegen, die Freenet-Dienste, die jetzt am Desktop-Rechner genutzt werden, auch über das Handy aufzurufen.
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