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Mobiles Internet: "Kunden werden zur Kasse gebeten"
Die Berliner Zeitung fragte Nokia-Vorstand Niklas Savander in einem heute erschienenen Interview, wie sich das mobile Internet eigentlich finanziere. Schließlich kämen irgendwann Google und Yahoo und böten ihre Dienste kostenlos an. "Kostenlos kann so etwas nie angeboten werden. Das Geld muss in solchen Fällen über Werbung wieder hereinkommen.", so Savander.
Niklas SavanderAllerdings würden Werbeeinblendungen den Datenverkehr in die Höhe treiben. Savander wörtlich: "Die Handy-Kunden werden über diesen Umweg für Werbung doch noch zur Kasse gebeten." Angebote, die über eingeblendete Werbung finanziert werden, entwickelten sich daher nur langsam. Werbung auf dem Handy funktioniere anders als auf dem Desktop.
Ein Jahr kostenlos Musik
Nokia versucht selbst Geld mit Werbung zu verdienen und die Nutzer über das mobile Portal Ovi an sich zu binden. Damit tritt der Gerätehersteller in Konkurrenz zum Suchmaschinenbetreiber Google und auch zum Netzbetreiber T-Mobile, die beide versuchen, über ihre Portale Geld mit dem mobilen Internet zu verdienen.
Es muss aber keine Werbung sein. Die Käufer zukünftiger Nokiageräte werden ein Jahr lang Nokias Musikdienst ohne Zusatzkosten nutzen können. Danach, hofft Nokia, werden einige von ihnen diesen Dienst abonnieren. Es geht also auch ohne Werbung und mit Datenmengen, die der einer Werbeeinblendung bei weitem übersteigen.
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