T-Mobile

Kommentar: War es das schon, T-Mobile?

Was T-Mobile gestern im Rahmen eines CeBIT-Ausblicks verkündete, kann man getrost als eine Offensive verstehen. Den Zugang zum mobilen Internet kann man sich nun mit einer Tagespauschale von 4,95 Euro erkaufen, E-Mails lassen sich für pauschal 9,95 Euro im Monat abrufen, und zwei Smartphones mit HSDPA 3,6 wurden auch noch angekündigt. Sprachtarife interessieren nicht mehr. Das war gestern. Jetzt dreht sich alles um das mobile Internet.

War es das schon?
War es das schon?
Die beiden großen Messen GSM World und der CeBIT stehen an. In deren Vorfeld verkündete T-Mobile gestern als erster der großen Mobilfunker seine Neuigkeiten. Man darf hoffen, dass es das noch nicht gewesen ist. Denn mit zwei neuen Geräten, die sich kaum von den alten unterscheiden, und zwei Nischentarifen wird noch lange kein Sog erzeugt. Entweder müssen die Preise fallen, oder die Leistung muss merklich steigen. T-Mobile verkündete gestern weder das eine noch das andere.

Dabei unterscheidet sich T-Mobile durchaus vom anderen Ende der Mobilfunkbranche - von E-Plus. Während T-Mobile gerade sein HSDPA-Netz aufrüstet, sodass Downloads nicht mehr mit 3,6, sondern mit bis zu 7,2 Mbit/s möglich sind, erreicht man im Netz von E-Plus höchstens 384 kbit/s. Da man sich die Bandbreite innerhalb einer Funkzelle teilt, muss man sich real meist mit erheblich weniger zufrieden geben. Zur Rush-Hour tröpfeln bei E-Plus die Daten oft nur noch. Aber T-Mobile schlägt daraus kein Kapital.

HSDPA ersetzt keinen DSL-Anschluss

Stattdessen vergleicht man in der Pressemitteilung vollmundig den eigenen mobilen Zugang über HSDPA 7,2 mit einem DSL-6000-Anschluss. Jeder, der versucht, das im Zug mit dem Laptop und einem T-Mobile-Zugang nachzuvollziehen, wird vom Netzbetreiber nachhaltig enttäuscht werden. Was T-Mobile fehlt, ist eine Anwendung, die greifbar ist.
Das könnte ein mobiler Zugang zum telekomeigenen Downloadportal Musicload sein. Da käme E-Plus nicht mehr mit. Nokia & Co haben schon längst begriffen, dass man in der mobilen Zukunft sein Geld mit konkreten Diensten verdient. Aber die CeBIT kommt ja erst noch. Oder war es das schon, T-Mobile?

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18. January 2008 | 12:11 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: T-Mobile, CeBIT, Kommentar


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