Mobile 3.0
ARD und ZDF auf dem Handy
Zur Fußball-Europameisterschaft 2008 soll man die Spiele auch auf dem Handy schauen können. Bis dahin soll die DVB-H-Plattform von Mobile 3.0 aufgebaut sein - zumindest in den großen Städten. Nun erklärten ARD und ZDF, dass sie mit jeweils einem Programm dabei sein werden.
Damit wurde eine weitere Voraussetzung erfüllt, um die Zustimmung der Landesmedienanstalten zu erhalten. Nach deren Vorstellung sollen über DVB-H die großen Sender plus einige auf das Handy abgestimmte Angebote auf das Handy gesendet werden - vorausgesetzt, das Handy kann DVB-H empfangen. Bis zum Sommer 2008 wird dies allerdings nur bei wenigen Geräten der Fall sein.
Relevant für wen?
Die ARD betont, dass der Zugang unverschlüsselt und barrierefrei erfolge. Es werde "keine inhaltsbezogenen Entgelte" geben. Für den technischen Zugang werden jedoch voraussichtlich zwischen fünf und zehn Euro pro Monat erhoben. Dem Handy-TV droht damit das gleiche Manko wie seinerzeit UMTS: nicht auf dem Land nutzbar, zu wenige Geräte, zu hohe Kosten.
Dennoch gibt sich der ARD-Vorsitzende Fritz Raff optimistisch: "Neben dem klassischen Fernsehen zu Hause wird sich Handy-TV zu einem relevanten Verbreitungsweg entwickeln." Was er unter Relevanz versteht, erläuterte er allerdings nicht.
Mobile 3.0 ist ein Joint Venture von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) und Neva Media, hinter der Hubert Burda Media und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen. Präsident der Handy-TV-Plattform Mobile 3.0 ist der ehemalige O2-Chef Rudolf Gröger. Der Vertrag mit ARD und ZDF läuft erst einmal über zwei Jahre.
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