Samsung

Bada soll Open Source werden

Alle reden von Android und iOS, manche auch von webOS. Von Bada spricht aber keiner, dabei ist gerade erst Bada 2.0 vorgestellt worden und durchgesickert, dass im nächsten Jahr ein erstes Spitzenmodell mit Bada erscheinen soll. Nun berichtet das Wall Street Journal (WSJ), dass Samsung Bada als Open Source freigeben will.

Die Wirtschaftszeitung beruft sich dabei auf eine Quelle, die mit der Situation vertraut sein soll. Mit diesem Schritt will sich Samsung für externe Software-Entwickler öffnen sowie für andere Hardware-Produzenten.


Das Samsung Wave 3 ist das aktuelle Spitzenmodell mit Bada
Das Samsung Wave 3 ist das aktuelle Spitzenmodell mit Bada

Bada soll bereits im nächsten Jahr Open Source werden und dann nicht nur auf Smartphones und Tablets laufen, sondern auch im Fernseher.

Kein Interesse an HP Palm

Das könnte dann schon Bada 3.0 sein, von dem in einem früheren Bericht die Rede war, als ein erstes Spitzenmodell mit Bada angekündigt wurde.

Das Wall Street Journal berichtet weiter, dass Samsung kein Software-Unternehmen kaufen möchte, wobei Hewlett-Packard genaugenommen nicht Palm als Unternehmen anbietet, sondern das Betriebssystem webOS – zum Kauf oder als Lizenz.

Druck von Apple

Samsung steht gerade unter großem Druck, da Apple in vielen Ländern Urteile anstrebt, die den Vertrieb von Samsung-Produkten verbietet. In Deutschland darf das Samsung Galaxy Tab 10.1 in der jetzigen Form nicht mehr in den Handel kommen.

Ein Wechsel zu Bada würde das Problem aber nur bedingt lösen, denn Apple zielt sowohl gegen Android allgemein als auch konkret gegen Samsung-Produkte, die sich in hohen Stückzahlen verkaufen. Einem erfolgreichen Bada-Smartphone würde wohl ähnliches widerfahren.



20. September 2011 | 13:24 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Samsung, Bada


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