Schwarzfahrer im Internet
Wer das Handy zückt, bevor er in die Bahn steigt, könnte sich ein Ticket kaufen – oder auch schwarzfahren. Facebook macht es möglich. Dort organisieren sich in einigen Städten die Schwarzfahrer und warnen vor Kontrolleuren.
Bislang kannte man das aus dem Radio: Kleine Privatsender warnen vor Radarfallen. Jeder kann anrufen und durchgeben, wo die Polizei steht. Ob man das gut findet oder nicht, wer dies hört, fährt langsamer.

Mit SchaffnerRadar gibt es bereits eine App, die anzeigt, wo die Kontrolleure sind
Die Schwarzfahrer dürften jedoch in den wenigsten Fällen eine Fahrkarte kaufen. Die Verkehrsverbünde sehen die Facebook-Gruppen aber gelassen. Die Kontrolleure könnte jederzeit die Bahn wechseln. Ein genaues Protokoll liefern die Nutzer auf Facebook jedenfalls nicht.
Keinen Anspruch auf Vollständigkeit
"Landungsbrücken stehen sie noch immer. Hauptsächlich wenn man aus der U3 kommt" heißt es auf Schwarzfahren Hamburg. Wo die Kontrolleure noch unterwegs sind, wird damit nicht gesagt. Einen Anspruch auf Vollständigkeit sollte man nicht haben.
Immerhin versuchen die Hamburger ihre Seite frei von Ablenkungen zu halten. "Bitte nur Kontrollen Posten ich lösch gerade alle anderen Kommentare" heißt es da.
Oder als App
Auf der Seite von Schwarzfahren Köln findet man derzeit fast nur Kommentare über das Schwarzfahren und den schlechten Service der Kölner Verkehrsbetriebe. Wer nach einem Kontrolleur sucht, wird bei Facebook kaum fündig.
Abhilfe könnte eine App schaffen, die die Meldungen strukturierter aufnimmt und wiedergibt. Im Betastadium befindet sich die Anwendung SchaffnerRadar für Smartphones mit Android. Da werden die Kontrolleure sogar auf einer Karte eingetragen.

News abonnieren
Pocketbrain.mobi





