DRM

Amazon Kindle soll ePub-Format lesen

Amazon hat anscheinend mehrere US-Verlage aufgefordert, E-Books nicht mehr nur im bisher genutzten Mobipocket-Format einzureichen, sondern zusätzlich noch im ePub-Format. Der Kindle könnte dann auch E-Books lesen, die aus anderen Quellen stammen.

Das Good E-Reader Blog berichet dies unter Berufung auf vier US-Verlage, die aber nicht namentlich genannt werden. Darunter sei auch ein Großverlag. Die Umstellung soll in naher Zukunft geschehen. Ob und wie die Kindle-Reader angepasst werden und ob dies auch für die Kindle-Apps notwendig ist, sagte der Bericht nicht.


Der Kindle DX 2 ist der großformatige E-Reader von Amazon
Der Kindle DX 2 ist der großformatige E-Reader von Amazon

Amazon setzt derzeit auf das Mobipocket-Format, das um ein eigenes Digital Rights Management (DRM) erweitert wurde. Dadurch schottet sich Amazon von anderen Anbietern ab und ist damit auch sehr erfolgreich.

DRM-Systeme nicht kompatibel

Den Nutzern fällt dies auch kaum auf, da über den Kindle Store gekaufte E-Books nicht nur auf dem E-Reader Kindle gelesen werden können, sondern über eine entsprechende Kindle-Anwendung auch auf allen populären Betriebssystemen – auf Desktop-Rechner, Tablet und Smartphone.

Unklar bleibt allerdings, ob der Kindle Reader auch E-Books im ePub-Format lesen können wird, die von einem anderen Onlineshop mit einem Kopierschutz versehen wurden. Die beiden DRM-Systeme sind derzeit nicht kompatibel.

Ein ähnliches Problem hatte es auch mit DRM-geschützter Musik gegeben. Zum Ärger der Kunden ließ sich online gekaufte Musik nicht auf allen Geräten abspielen und war bei einem Wechsel sogar unter Umständen verloren. Mittlerweile werden meist MP3s ohne DRM verkauft.



25. May 2011 | 17:09 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: DRM, Amazon, Kindle, E-Book, E-Reader, ePub


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