Bing Streetside

Diese Kamera-Autos sind von Microsoft

Wer in Nürnberg, Fürth, Erlangen oder Augsburg in den nächsten Wochen ein Kamera-Auto sieht, sollte nicht glauben, dass Google unangekündigt für Street View fotografiert. Diese Autos fahren für Microsoft und seinen Dienst Bing Streetside.

Im Wesentlichen machen die Microsoft-Autos aber das Gleiche. Die Häuserfronten werden fotografiert und per Laserstrahl vermessen, um daraus 3D-Modelle bauen zu können. Auf den Autos wird aber auf jeden Fall das Logo von Navteq zu finden sein, von der Nokia-Tochter stammt die Technik.


Kamera-Auto von Microsoft und Navteq
Kamera-Auto von Microsoft und Navteq

Es werden auch die WLAN-Netze kartografiert, um den Standort eines Handys oder Laptops auch dann bestimmen zu können, wenn kein GPS-Signal empfangen werden kann. Es werden allerdings ausschließlich MAC-Adresse, Signal-Stärke und der Funktyp erfasst.

Widerstand in Bayern

Mieter und Besitzer können die Verpixelung einzelner Häuser erst beantragen, nachdem der Dienst online gegangen ist. Die Bearbeitung soll dann aber innerhalb von 48 Stunden durchgeführt werden.

Dies entspricht zwar dem Geodaten-Kodex, den der Branchenverband Bitkom erarbeitet hat, in Bayern regt sich aber Widerstand – sowohl vom obersten Datenschützer als auch vom Innenminister.

Nach Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg sollen die Kamerafahrten auf 50 Städte und Regionen ausgeweitet werden. Bing Maps Streetside soll noch im Sommer online gehen. Über microsoft.com/maps/de-DE/streetside-schedule.aspx wird bekannt gegeben, wann die Autos wo fahren.



23. May 2011 | 20:40 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Bing Streetside, Microsoft, Navtey, Kamera-Auto


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