Universal-Ladegerät
EU legt Standard für Ladegeräte fest
Das hat lange gedauert. Vor einem Jahr hat die Europäische Kommission den Normungsorganisationen CEN/CENELEC und ETSI den Auftrag erteilt, einen Standard für einheitliche Handy-Ladegeräte festzulegen. Jetzt ist es soweit. Auf entsprechende Handys wird man aber noch warten müssen.
Die Bestrebungen dazu gehen noch weiter zurück. Im Februar 2009 haben sich 17 Netzbetreiber und Handy-Hersteller unter Führung des Branchenverbandes GSMA dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2012 alle Ladegeräte auf das Micro-USB-Format umzustellen.

Dieses Ladegerät von Nokia wird man wegwerfen können
Im Juni 2009 folgte unter Druck der EU eine entsprechende Vereinbarung von Apple, Emblaze Mobile, Huawei, LG Electronics, Motorola, NEC, Nokia, Qualcomm, RIM, Samsung, Sony Ericsson, Alcatel, Texas Instruments und Atmel.
Ein Ladegerät lädt nur ein Gerät
Das Ziel ist, weniger Ladegeräte zu verkaufen und damit die Umwelt weniger zu belasten. In Folge dessen könnten Smartphones in Zukunft nur noch ohne Ladegeräte erhältlich sein.
Ein Vorteil wäre, auf Reisen für mehrere Geräte nur noch ein Ladegerät mitnehmen zu müssen – wobei sich dann über Nacht aber auch nur ein Gerät laden lässt.
Auch dass sich ein Haushalt ein Ladegerät für die Handys aller Familienmitglieder teilt, ist unwahrscheinlich.
Noch warten
Micro-USB-Stecker haben bereits jetzt schon einige Smartphones – vor allem aber für den Datenaustausch mit dem Computer. Der neue EU-Standard soll garantieren, dass ein Universal-Ladegerät auch wirklich an alle Geräte passt.
Die Europäische Kommission rechnet damit, dass im ersten Halbjahr 2011 die ersten Geräte mit einem Anschluss entsprechend der neuen EU-Norm erhältlich sein werden.
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