Absturz

SMS können Handys abschießen – und ganze Netze

Collin Mulliner und Nico Golde von der TU Berlin haben untersucht, wie man einfache Handys per manipulierter SMS zum Absturz bringen kann. Im Rahmen des 27. Chaos Communication Congress (27C3) haben sie ihre Ergebnisse vorgetragen.

In einer abgeschirmten Testumgebung, nicht in einem öffentlichen Mobilfunknetz haben sie 120.000 Kurznachrichten an jedes Testgerät geschickt und beobachtet, wie dieses reagiert.

In einigen Fällen stürzten die Handys ab und starteten neu, sie froren ein oder schalteten sich komplett ab. Dies gelang auch mit stillen SMS, die für den Nutzer nicht sichtbar sind.

SMS wird immer wieder zugestellt

Betroffen waren Handys von Sony Ericsson, Samsung, Nokia, Motorola, Micromax und LG. Untersucht wurde die Fehleranfälligkeit von einfachen Handys, da diese immer noch weiter verbreitet sind als Smartphones.

Die Sicherheitsforscher konnten auch Fälle nachweisen, in denen das Handy abstürzte, ohne dem Netz zuvor den Erhalt der SMS zu quittieren. In diesem Fall wird immer wieder versucht, die SMS zuzustellen.

Netzausfall wegen Überlastung

Wenn eine solche manipulierte SMS an ausreichend viele Geräte geschickt wird, könnte es zu einer Netzüberlastung kommen, die dieses lahmlegt.

Collin Mulliner und Nico Golde forderten mehr Updates – sowohl für die Handys als auch für die Netze.


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28. December 2010 | 21:17 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Absturz, SMS, Handy, 27C3, CCC, TU Berlin, Collin Mulliner, Nico Golde


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