Pinch-to-zoom
Opera ändert Handy-Strategie
Das ist neu: Opera hat nach Oslo geladen, nicht um neue Produkte vorzustellen, sondern um diese anzukündigen. Bescheiden, wie der Browser-Entwickler ist, wurden neue Funktionen in den Vordergrund gestellt – für den Desktop-Browser wie auch für das Handy. Dahinter steckt aber nicht weniger als eine neue Strategie.
Innerhalb des nächsten Monats soll der Opera Mobile auf Smartphones mit Google Android Pinch-to-zoom beherrschen – also das Zoomen einer Webseite, indem man zwei Finger auf dem Touchscreen spreizt oder zusammenzieht.
Opera Mini auf dem iPhoneDer Opera Mini auf dem iPhone wird mit dem nächsten Update neben Pinch-to-zoom auch eine Unterstützung durch die Grafik-Hardware des iPhones erhalten. Dass die aktuellen Versionen von Opera Mobile und Opera Mini nur zwei Zoomstufen haben, hat einen guten Grund:
Jetzt wird die Hardware gefordert
Opera möchte auf möglichst vielen Geräten funktionieren. Dafür muss der Handy-Browser mit einer möglichst dünnen Internetverbindung und mit schwacher Hardware auf dem Handy auskommen. Die eigentliche Arbeit erledigt ein Server von Opera.
Mit Pinch-to-zoom ist das nicht mehr der Fall. Opera betont, dass das Zoomen schnell funktioniert, da keine Daten nachgeladen werden müssen. Entsprechend muss die Handy-Hardware die Arbeit leisten.
Opera wird auf diese Weise versuchen, den Anschluss an die mächtigen Webkit-Browser, wie sie auf iPhone und Android-Handys laufen, nicht zu verlieren. Der Firefox Mobile wird ausschließlich für mobile Kraftpakete entwickelt.
Erweiterungen für den Desktop-Opera
Offensichtlich will Opera in Zukunft wieder zweigleisig fahren – so wie es mit der Unterscheidung zwischen Opera Mobile und Opera Mini immer angedacht war.
Einfache Handys werden weiterhin mit Datenströmen versorgt, die auf Opera-Servern komprimiert werden. Auf Highend-Geräten mit guter Internetanbindung könnte es aber mehr Funktionen geben, wie man sie vom Desktop-Browser kennt – und von anderen mobilen Browsern.
In Oslo hat Opera auch Neuerungen für den Desktop-Opera angekündigt. Dieser wird wie andere Browser auch neue Funktionen über Erweiterungen erhalten können.
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