Saudi-Arabien
Blackberry-Sperrung scheint abgewendet
Bereits ab Freitag wollte Saudi-Arabien den Datenverkehr sperren, der über den Messenger-Dienst eines Blackberrys läuft. Dieser wird grundsätzlich verschlüsselt und damit auch dem Zugriff des Staates entzogen. Die Einigung in dem Streit scheint nah.
Dies berichtet das Wall Street Journal. Die Verhandlungen zwischen dem Blackberry-Betreiber RIM und Saudi-Arabien stünden kurz vor dem Ende. Die Frist sei von Freitag auf Montagabend verlängert worden.

Noch wurde der Datenverkehr des Blackberry nicht gesperrt
Auf diese Weise hätten die drei Netzbetreiber des Landes Zeit, die Regulierungsauflagen erfüllen. Wahrscheinlich wird ein Proxy-Server zwischengeschaltet, auf den die staatlichen Behörden Zugriff erhalten. RIM hat in Saudi-Arabien 700.000 Blackberry-Kunden.
Vorbild für andere Staaten?
Eine solche Einigung könnte Vorbild für andere Staaten sein. Auch China, Indonesien, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait haben schon einen Zugang zu den Blackberry-Daten gefordert.
Mike Lazaridis, einer von beiden RIM-Chefs, sagte zuvor, letztlich gehe es nicht um Blackberrys, Verschlüsselungen seien ein Problem des gesamten Internet. Wenn Regierungen damit nicht umgehen könnten, sollten sie das Internet abschalten.
Bei dieser zugespitzten Äußerung vor ein paar Tagen stellte er aber auch klar, dass RIM eine gemeinsame Lösung mit den Staaten sucht. Er deutete an, dass diese in Überzeugungsarbeit bestehe, nicht in einer technischen Lösung.
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