UMA

Nokia 6301: Nahtloser Übergang von GSM zu WLAN

Das ist ärgerlich: Man betritt das Haus, geht ein paar Schritte und schon ist der Funkempfang weg. Das Handy legt man dann am besten in die Fensterbank. Gerade in Bürohäusern kann das passieren. Das neue Nokia 6301 macht damit schluss. Befindet sich ein WLAN-Netz in der Nähe, schaltet es automatisch auf Voice-over-IP (VoIP) um. Nicht einmal das Gespräch bricht ab.

Das WLAN-Handy muss oft an die Steckdose
Das WLAN-Handy muss oft an die Steckdose
Die Technik dahinter nennt sich Unlicensed Mobile Access (UMA). Das Nokia 6301 bucht sich bevorzugt ins WLAN-Netz ein, also nicht erst, wenn der GSM-Empfang schlecht wird. Dies belastet allerdings den Akku. Im WLAN-Modus hält er nur 100 Stunden durch - ohne ein einziges Gespräch geführt zu haben. Nokia liefert deshalb auch eine Tischladestation mit.

Noch kein Netzbetreiber in Deutschland

Um die UMA-Technik zu nutzen, reicht es nicht, sich ein passendes Handy zu kaufen. Die Netzbetreiber müssen auch ihre Netze aufrüsten. Wenn das Nokia 6301 Ende des Jahres erscheint, wird zuerst nur die französische Orange einen entsprechenden Dienst anbieten. Reizvoll wäre auch ein Angebot von T-Mobile, das die öffentlichen WLAN-Hotspots einbezieht.

Mit dem Nokia 6301 ermöglicht Nokia aber erst einmal nur den nahtlosen Übergang von Sprachverbindungen. Für andere Aufgaben ist das Handy auch gar nicht gerüstet. Es ist mit dem schwachbrüstigen Betriebssystem Symbian OS S40 ausgestattet und somit nicht einmal ein Smartphone. Um sich ins Internet einzubuchen, beherrscht es zwar EDGE, aber nicht einmal UMTS.



20. September 2007 | 12:41 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: UMA, Unlicensed Mobile Access, Nokia 6301


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