Ciao
Das Kartellamt schaut sich Google an
Es sind noch keine Verfahren eröffnet, aber drei Beschwerden haben dazu geführt, dass das Bundeskartellamt sich einzelne Geschäftsbereiche von Google anschaut.
Bloß ein Suchmaschinenbetreiber ist Google schon lange nicht mehr, sondern auch ein Vermittler von Onlinewerbung, ein Kartendienst und ein Nachrichten-Aggregator.

Hat Google seine Größe missbraucht?
Die Microsoft-Tochter Ciao beklagt sich, dass Google einen Werbevertrag nicht verlängert und die Verhandlungen darüber abgebrochen hat. Ciao bemängelt, dass der Anteil an den Einnahmen zu hoch sei, den Google bei seinem Programm AdSense einbehält.
In seiner Existenz bedroht
Der Kartenanbieter Euro-Cities bietet Stadtpläne zum Einbau auf der eigenen Website an, verlangt dafür aber Geld - anders als Google. Euro-Cities sieht sich deshalb in seiner Existenz bedroht.
Schließlich haben sich auch die beiden Verbände der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger BDZV und VDZ beim Bundeskartellamt beschwert. Wie so oft geht es um Google News.
Beteiligung an den Umsätzen
Die Verleger wollen an den Umsätzen beteiligt werden, die Google mit der Zusammenstellung von Nachrichten-Überschriften und kurzen Textausschnitten verdient.
Bevor das Bundeskartellamt aber Verfahren einleitet, die zu einer Strafe für Google führen können, erhält das Unternehmen erst einmal die Gelegenheit zu einer Stellungnahme.
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