Google Maps Navigation
Navigation ist eine Google-Suche
Seitdem es Google Maps gibt, wartete man darauf, dass Google daraus ein vollwertiges Navigationsprogramm macht. Jetzt wurde Google Maps Navigation angekündigt, und plötzlich sehen alle anderen Navis alt aus. Google hat verstanden, dass Navigation nicht ein Karte plus ein paar Extras ist, sondern auch nur eine weitere Suche.
Nutzen kann man Google Maps Navigation jedoch vorerst nur, wenn man in den USA beim Netzbetreiber Verizon das Motorola Droid kauft. Dies ist das erste Smartphone mit Android 2.0, das Voraussetzung für Google Maps Navigation ist. Wie schnell man das Google-Navi auch hierzulande nutzen kann, ist noch nicht klar.

Google Maps Navigation sucht sich von Google alles zusammen
Auf den ersten Blick bietet Google Maps Navigation das, was auch andere Navigationslösungen bieten: eine Sprachansage, wann man abbiegen muss; eine Neuberechnung der Route, wenn man der Ansage nicht gefolgt ist; eine 3D-Ansicht der Karte; aktuelle Verkehrsinformationen.
Die Google-Suche als Zieleingabe
Doch eine kleine Funktion zeigt, dass Google Maps Navigation anders ist. Wenn man noch nicht die Adresse des Ziels weiß, kann man das eingeben, was man auch bei der Google-Suche eingeben würde: "China-Restaurant" oder "Ägypten-Ausstellung". Google zeigt dann das Ergebnis einer lokalen Suche oder das richtige Museum.
Dies funktioniert auch per Sprache. Man muss nur kurz die entsprechende Schaltfläche auf dem Touchscreen drücken und "Navigate to Kaiserplatz in Bonn" sagen, schon wird die Route berechnet.
Google Maps Navigation ist mit anderen Google-Diensten verzahnt. Die Ergebnisse der lokalen Suche finden sich auch entlang der Fahrtstrecke. Als alternative Ansicht kann man die Satelliten-Bilder von Google Maps oder die Häuserfronten von Google Street View wählen.
Navigation per Street View
Mittels Street View kann man sogar schon sehen, wie eine Straße aussieht, bevor man in diese eingebogen ist. Zweimal auf den Touchscreen tippen, reicht schon. Auch, ob man am Ziel angekommen ist, erfährt man über ein Foto von Street View. Andere Kästen sagen bloß: "Sie haben Ihr Ziel erreicht".
Im Gegensatz zu diesen Anbietern ist Google Maps Navigation kostenlos. Der Nutzer muss lediglich das Datenvolumen zahlen. Googles Kalkulation dabei ist, dass viele attraktive (Google-)Dienste dazu verleiten, sich eine Daten-Flatrate für das Handy zuzulegen. Spätestens dann kann man dem Nutzer auch Werbung zumuten.
Das eigene Betriebssystem wird nur die erste Plattform für Google Maps Navigation sein. Einem Bericht von Cnet zufolge soll der Dienst auch auf dem iPhone vorinstalliert sein oder mit einem Firmware-Update auf das Apple-Handy kommen.
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