VoIP
O2 will Skype freigeben
Die Mobilfunker treibt die Angst um, ihre Kunden könnten eine günstige Daten-Flatrate bestellen und dann nur noch über Voice-over-IP (VoIP) telefonieren. Da sie mit Telefonaten ihr Geld verdienen, würden dann die Einnahmen wegbrechen. O2 möchte den Kunden dennoch gestatten, über Skype & Co zu telefonieren.
"Wir werden nicht versuchen, das aufzuhalten, wenn die Kunden das nachfragen", sagte Matthew Key, Chef von O2 Europe, nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit ist die VoIP-Nutzung durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen untersagt.

Über Skype anrufen oder über O2?
Auch T-Mobile und Vodafone wollen Voice-over-IP in ihren Mobilfunknetzen ermöglichen - allerdings nur in Verbindung mit speziellen Tarifen, die in diesem Sommer bekanntgegeben werden. Es ist damit zu rechnen, dass ein VoIP-Telefonat dann nicht viel günstiger ist als ein Gespräch über das reguläre Mobilfunknetz.
O2 macht den Unterschied
Ob auch Telefonica O2 ähnliche Tarife schaffen will, sagte Matthew Key laut dpa nicht. Beim Instant Messaging macht O2 aber schon den Unterschied. Während T-Mobile und Vodafone auch beim Handy-Chat eigene Tarife eingeführt haben, hat O2 das Chatten über ICQ, AIM, MSN, Skype und Google Talk freigegeben.
Zurzeit besteht das Problem aber bloß auf dem Papier. Denn unabhängig, welche Nutzung die AGB für die jeweiligen Tarife untersagen oder erlauben, technisch wird Instant Messaging und Voice-over-IP in der Regel nicht unterbunden. Dies könnte sich allerdings schnell ändern.
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