Netzausbau
O2 erreicht alle, aber nicht überall
99 Prozent der Bevölkerung erreiche man mit seinem GSM-Netz, verkündet Telefónica O2 heute stolz. Man könnte meinen, der Job sei erledigt. Genau das ist aber noch nicht der Fall.
Der Großteil der Bevölkerung wohnt in Städten, in den Ballungsräumen. Wer in ländlichen Gebieten das eine oder andere Funkloch lässt, erreicht daher immer noch die meisten Menschen an ihren Wohnsitz. Auf der Fahrt in die Natur merkt dann aber auch der Städter, wie unterschiedlich die Netze ausgebaut sind.

Arbeiten an einer UMTS-Antenne von O2
Angaben dazu, wieviel Prozent der Fläche das O2-Netz abdeckt, machte das Unternehmen auch auf Nachfrage nicht. Über UMTS erreicht O2 derzeit 57 Prozent der Bevölkerung. Dieser Wert soll in den nächsten beiden Jahren auf über 60 Prozent steigen.
UMTS erreicht 57 Prozent der Bevölkerung
Dieses UMTS-Netz ist die Grundlage für den Ausbau mit schnellen Internetzugängen. Ende des Jahres soll das komplette UMTS-Netz mit HSDPA aufgerüstet sein. 57 Prozent der Bevölkerung können dann zuhause Daten mit bis zu 3,6 Mbit/s auf ihren Laptop laden. Der Ausbau mit HSUPA startet noch in diesem Jahr.
Hintergrund dieses massiven Netzausbaus ist das Auslaufen einer Kooperation mit T-Mobile Ende 2009. Das O2-Netz wurde anfangs vorwiegend in Ballungsräumen errichtet. Wo kein O2-Netz in Reichweite war, konnten die Kunden dann über National Roaming das Netz von T-Mobile nutzen.
Aufschließen in großen Schritten
Mit der Abdeckung von 99 Prozent der Bevölkerung ist bei GSM-Telefonaten der Unterschied zu T-Mobile und Vodafone kaum noch bemerkbar. Bei Datenverbindungen jedoch spürt man die Differenz noch deutlich.
Während O2 mit großen Schritten zu den beiden großen Netzbetreibern aufschließt, verzichtet E-Plus auf den Flächenausbau und zieht sich in seine Nische für Discount-Angebote zurück.
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