Onlineshopping
Mpass gestartet: Bezahlen per SMS
Wie wird der Einkauf im Internet sicher? Vodafone und O2 meinen, indem man sich per Handy ausweist. Im Januar haben sie einen gemeinsamen Bezahldienst angekündigt. Jetzt ist er gestartet: Mpass.
Der Bezahlvorgang ist einfach: Beim Onlinehändler gibt man seine Handynummer und seine Mpass-PIN an. Darauf erhält man eine SMS mit dem Namen des Händlers sowie dem Gesamtbetrag der Rechnung. Antwortet man ebenfalls per SMS mit "Ja", dann wird der Kauf abgewickelt. Die SMS bezahlt der Kunde.
Mpass: Auf dem Laptop bestellen. Per Handy bestätigenDer Vorteil dabei ist, dass der Händler in diesem Moment seine Ware rausschicken kann. Das Geld wird per Lastschrift vom Konto des Kunden gebucht und auf ein Treuhandkonto überwiesen. Der Händler bekommt diese Kundendaten nicht.
Kaum ein Händler dabei
Das Verfahren soll sicher sein, da zwei verschiedene Kommunikationswege genutzt werden: das Internet und das Handy. Diese kommen allerdings bei demjenigen zusammen, der das Handy in seiner Hand hält. Weiß derjenige auch die Mpass-PIN, dann kann die Shoppingtour losgehen.
Die Achillesferse von Mpass ist dieselbe wie bei der EC-Karte. Wer diese oder das Handy in seine Gewalt bekommt, muss nur noch die PIN wissen. Darauf soll schließlich der Nutzer aufpassen. Doch erste Gerichtsurteile zeigen, dass diesem im Missbrauchsfall nicht die komplette Verantwortung zugeschoben werden kann. Die Banken haften auch.
In diese Verlegenheit werden Vodafone und O2 nicht so schnell kommen. Nur wenige Händler beteiligen sich derzeit an dem neuen Bezahlsystem. Namhaft sind diese nicht: unter anderem Cinemaxx, Blume2000 und Beate Uhse. Demnächst werden noch Falk, Medion, trigema und sechs weitere dazustoßen.
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