Touchscreen
Blackberry Storm: So richtig untypisch
Was wäre der erste Gedanke? - Kenne ich schon! Die machen das nur nach. Jeder Handy-Hersteller möchte ein Stück vom Kuchen des anderen haben. Das iPhone ermöglicht jetzt Push-Mail, um Blackberry zu ärgern. Die wiederum haben mit dem Blackberry Storm jetzt ein Touchscreen-Smartphone vorgestellt - ganz ohne Tasten. Dabei war das doch nur der nächste logische Schritt.
Wo steht denn geschrieben, dass jeder Blackberry eine QWERTZ-Tastatur haben muss? Diese Beschränkung existiert bloß in den Köpfen der Medien. Der neue Blackberry Storm ist untypisch - im wahrsten Sinne des Wortes -, aber vielleicht sogar genau das, was die Nutzer haben wollen.

Mehr als nur Push-Mail: Der Blackberry Storm
Zumindest einige. Heutzutage nutzt man einen Blackberry nicht mehr nur, um ein paar E-Mails zu schreiben und ein paar einfach formatierte Word-Dokumente zu korrigieren. Man möchte auf Geschäftsreise auch unterhalten werden.
Ausgezeichneter Bildschirm
Multimedia hat schon längst auf dem Blackberry Einzug gehalten - auf dem Blackberry 8800, dem Pearl, dem Curve und dem Bold. Die dort eingesetzten Mediaplayer stehen denen anderer Hersteller in nichts nach. Der iPod kann also getrost zuhause bleiben.
Der Bildschirm des Bold ist sogar ausgezeichnet. Hier liegt der Vorteil des eigenen Betriebssystems. Windows Mobile und Symbian schaffen es einfach nicht über 320 x 240 Pixel hinaus. Das Nokia 5800 XpressMusic und einige Windows-Mobile-Geräte machen jetzt den Anfang, dies zu ändern. Der Blackberry Bold zeigt aber 480 x 320 Punkte, der Storm sogar 480 x 360 Pixel an.
Deshalb ist der Verzicht auf Tasten beim Blackberry Storm auch nur der logische Schritt aus diesen neuen Fähigkeiten. Wer mehr Medien konsumiert, benötigt auch mehr Bildschirm und weniger Tasten. Das gilt nicht nur für die Unterhaltung.
Dem iPhone voraus
Auch die Powerpoint-Präsentation macht sich auf einem Blackberry Storm besser als auf einem Bold - sofern man sie sich nur anschaut und nicht erstellen muss. Gleiches gilt für unübersichtliche Tabellen. Der Storm hat durchaus seine Berechtigung im Blackberry-Portfolio - auch in der Blackberry-verliebten Geschäftswelt.
Der Blackberry Storm ist kein geklontes iPhone. Er ist mehr. Und was der Storm kann, muss das iPhone erst noch lernen: Multitasking, Copy & Paste und ein Blackberry-Liebhaber würde jetzt noch hinzufügen: richtiges Push-Mail.
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Schon in der ersten Zeile ein fetter Rechtschreibfehler: es heißt "was wäre" statt "was wer".
Da liest man gar nicht weiter!
Uli | 10.10.2008 | 07:12 Uhr
«Multitasking muss das iPhone erst noch lernen». Unwissenheit, gepaart mit Arroganz: das iPhone arbeitet mit Unix. Es gehört zum Konzept des Gerätes, keine Hintergrundprogramme zuzulassen, die heimlich den Akku leersaugen.
Segantini | 10.10.2008 | 08:18 Uhr
Was bitte hat das Betriebssystem mit der AUflösung des Displays zu tun?? Davon ab besitze ich ein HTC Touch Diamond mit WM6.1 welches ECHTE VGA Auflösung bietet.
Soviel dazu.
*** Beleidigung entfernt ***
Hans | 10.10.2008 | 10:18 Uhr
@Jan Kube: In diesem Artikel geht es nicht darum, den Blackberry Storm selbst zu bewerten (auf das fehlende WLAN-Modul wurde in einem früheren Artikel explizit hingewiesen). Es geht auch nicht um einen Vergleich mit dem iPhone. Ob die Usability des iPhone tatsächlich besser ist, lässt sich derzeit noch gar nicht beurteilen, da noch kaum jemand den Blackberry Storm in der Hand gehalten hat. In diesem Artikel ging es allein um eine Einordnung des Blackberry Storm in des Portfolio von Blackberry.
@Uli: Ist korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis.
@Segantini: Aus Sicht des Benutzers ist es ein erheblicher Unterschied, ob ein Gerät multitaskingfähig ist oder nicht!
Peter Giesecke (Pocketbra | 10.10.2008 | 11:53 Uhr
@Pocketbrain: eben. Sie können davon ausgehen, daß Apple das Multitasking nicht einfach "vergessen" hat (im iPhone steckt ein vollwertiges PC-Betriebssystem), sondern mit seinem Konzept etwas erreichen will, das für den Benutzer wichtiger ist als Multitasking.
Segantini | 10.10.2008 | 18:33 Uhr
"Windows Mobile und Symbian schaffen es einfach nicht über 320 x 240 Pixel hinaus."
Es gibt längst Geräte mit Windows Mobile und einer Auflösung von 640 x 480 bzw. 800 x 480.
Pete | 10.10.2008 | 19:16 Uhr
Die Information, das iPhone sei nicht multitaskingfähig zeugt schlicht von der Unwissenheit des Autors. Ohne Multitasking wäre es für Smartphones allgemein nicht möglich, auf Anrufe zu reagieren, Musik zu spielen oder den Stromverbrauch zu steuern usw., während andere Anwendungen laufen. Auch das iPhone kann aus diesem Grund sehr wohl "Multitasking", erlaubt jedoch nicht, dass mehrere Drittprogramme gleichzeitig ausgeführt werden (eigene dagegen schon, siehe iPod-Funktion).
Ich verwende seit Jahren ein Windows Mobile Gerät und habe den Vorteil von Drittprogrammen im Hintergrund noch nicht erkennen können (IM abgesehen).
Was bitte ist "richtiges Push-Email"? Wenn meine E-Mails über R.I.M Server in Kanada geschickt werden?
Es ist auch keine Erfindung der Medien, dass Blackberrys eine Tastatur haben müssen. Das Blackberry-Management selbst hat sich mit Aussagen wie dieser zur virtuellen Tastatur des iPhones zitieren lassen: "I couldn’t type on it and I still can’t type on it, and a lot of my friends can’t type on it,” Mike Lazaridis, R.I.M.
Dennis | 11.10.2008 | 07:21 Uhr
Da habt ihr mich voll entäuscht Pocketbrain!! Habt ihr schon mal was von HTC touch HD gehört??? Ist auch ein WM gerät und hat einen Auflösung von 800 x 480 !!! Wenn das von Blackbery ausgezeichnet ist was ist dann das von Touch HD??
Kami | 11.10.2008 | 14:11 Uhr
Bezüglich der Auflösung war mir wichtig, folgenden Punkt aufzuzeigen: Blackberry schafft es mit kleineren Updates seines Betriebssystems neue Auflösungen zu ermöglichen. Bei Symbian und Windows Mobile musste man auf komplett neue Versionen warten. Dies ist bei den beiden letztgenannten auch gerade der Fall. Das habe ich auch korrekt geschrieben: "Das Nokia 5800 XpressMusic und einige Windows-Mobile-Geräte machen jetzt den Anfang, dies zu ändern."
Bezüglich des Multitaskings sind sich auch nicht die Kommentatoren hier einig, was nun richtig ist. Ich verwende den Begriff so, wie es die Leser im Allgemeinen verstehen: Kann ein Instant Messenger im Hintergrund laufen, während man im Texteditor gerade ein paar Gedanken aufschreibt? Genau hier liegt ein entscheidender Unterschied zwischen dem iPhone und anderen Smartphones. Und diesen gilt es auch aufzuzeigen.
Ich nehme aus dieser Diskussion mit, dass ich bei Kommentaren und anderen nicht rein nachrichtlichen Formen noch stärker darauf achten muss, wie meine Worte interpretiert werden können, und danke allen für ihre Beiträge.
Peter Giesecke (Pocketbra | 12.10.2008 | 14:24 Uhr
Hab gerade mit der Zentrale von Vodafone telefoniert und die haben mir zu 100 Prozent versichert dass das Storm W-Lan eingebaut hat.
Mehr kann ich dazu nicht sagen ausser das es wohl die nächsten Tage zeigen werden
Maik | 29.10.2008 | 16:12 Uhr

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Es ist sicherlich nicht so gedacht gewesen, aber ihr Bericht liest sich in meinen Augen wie der Artikel eines Werbetexters. Gerade das fehlende WLAN ist, wie ich finde, ein K.O. Argument für ein Business-Gerät. Ausserdem ist die Usability beim iPhone ausgereifter (Stichwort Zoomen in Bilder). Sicherlich handelt es sich um ein tolles Gerät, aber das iPhone so kategorisch schlecht zu reden ist nicht unbedingt objektiv.
Jan Kube | 09.10.2008 | 22:50 Uhr