Internetzugang

E-Plus: HSDPA nur als Insel-Lösung

Was ging es hoch her im letzten Jahr? Rüstet E-Plus sein Mobilfunknetz nun mit HSDPA auf? Oder nicht? Blau.de drohte mit Abwanderung. E-Plus sagte den HSDPA-Ausbau zu. Dann schluckte E-Plus blau.de. Konkrektisiert wurden die HSDPA-Pläne von E-Plus nie. Jetzt sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks laut Handelsblatt, dass man auch nicht viel zu erwarten habe.

Thorsten Dirks: HSDPA nur als Insel-Lösung
Thorsten Dirks: HSDPA nur als Insel-Lösung
E-Plus werde HSDPA nur in bestimmten Regionen anbieten. Hier nannte Dirks nur ein einziges Beispiel: Uni-Standorte. Studenten würden ihr Handy häufig für den Internetzugang nutzen und nicht so viel reisen wie Geschäftsleute. Wie das HSDPA-Netz von E-Plus in einem Jahr aussehen wird, weiß man dadurch allerdings immer noch nicht.

Werbung statt Highspeed

E-Plus hat sich in den letzten Jahren als Billig-Anbieter positioniert. Einerseits sind die Gesprächsgebühren günstiger als bei der Konkurrenz (zumindest bei einigen E-Plus-Marken), andererseits scheut der Netzbetreiber vor Investitionen zurück. Nur so geht die Rechnung auf. Gespart wird eben auch beim HSDPA-Ausbau.

Anders wäre es gewesen, wenn die Einnahmen aus mobilen Internetanwendungen stärker gestiegen wären. Aber Dirks sagte laut Handelsblatt: "Die goldene Zukunft der Branche liegt nicht im Datengeschäft". Stattdessen wiederholte er einen bekannten Ansatz: E-Plus möchte Werbung schalten - zum Beispiel beim Abruf der Mailbox oder als Bildschirmschoner.

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18. August 2008 | 11:03 Uhr | Peter Giesecke | Trackback

Tags: Internetzugang, E-Plus, Handelsblatt, Thorsten Dirks, HSDPA, UMTS, Netzausbau, mobiles Internet, Universität, Student


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